Herausforderungen im Mobilfunkausbau

Diese Karte zeigt eine Auswahl an Funkstandorten, an denen die DFMG Deutsche Funkturm GmbH daran arbeitet, Masten zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung aufzubauen. Bis zur Fertigstellung eines Mobilfunkstandortes werden vier Prozessabschnitte durchlaufen, die in Summe durchschnittlich 24 Monate dauern. Dabei werden die Prozessschritte „Standortsuche“ (Akquisition von Grundstücken), „Standortsicherung“ (Vorbereitung des Bauantrags), „Baugenehmigungsverfahren“ (Erlaubnis zu bauen) und „Realisierung der Infrastruktur“ (Baubeginn) unterschieden. Die Umsetzung einiger der gezeigten Standorte ist aus verschiedenen Gründen gegenüber den üblichen Durchlaufzeiten verzögert. Die Karte zeigt keine vollständige Übersicht aller geplanten Neubaustandorte. Geplante Dachstandorte, Sonderstandorte (wie z. B. Einkaufszentren, Bahnhöfe, Tunnel, …) und Standorte an den Masten dritter Anbieter werden in der Karte nicht angezeigt.

Erläuterung zu den Prozessschritten

Bei der Standortsuche erfolgt grundsätzlich eine Abstimmung mit der Kommune. Häufig unterstützen die Kommunen uns bei der Ermittlung von potentiellen Flächen für den Mobilfunkausbau. Weiterhin vermitteln sie uns Ansprechpartner oder bieten uns eigene Flächen an. Die Erfahrung zeigt, dass die Standortsuche ohne die Unterstützung der Kommunen oft wesentlich länger dauert. Standortangebote für zukünftige Mobilfunkstandorte nehmen wir gerne entgegen.

In der Standortsicherung (nachdem wir eine geeignete Fläche gefunden haben) beginnt der Planungsprozess, der in Abstimmung mit dem Vermieter, der Gemeinde und den Behörden geschieht. In dieser Phase klären wir alle Herausforderungen, die das anschließende Baugenehmigungsverfahren verzögern könnten. Die komplexe Berücksichtigung unter anderem von Belangen des Naturschutzes und die Ertüchtigung der Infrastruktur (Energieanschluss, Zuwegung und Bodenverhältnisse) kann daher sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, bevor ein ordentlicher Bauantrag zur Genehmigung eingereicht werden kann.

Das Baugenehmigungsverfahren und/oder die Abstimmung mit diversen Behörden erweist sich in vielen Fällen als ein zeitliches Hemmnis für die Realisierung eines neuen Standortes. Baugenehmigungen sind in der Regel für Bauten ab einer Höhe von zehn Metern erforderlich. Verfahrensdurchlaufzeiten von einem Jahr sind keine Seltenheit. Daher bitten wir Städte und Landkreise aktiv um Unterstützung, um gemeinsam die Verfahrenszeiten deutlich zu reduzieren. Unser Ziel ist es, eine Baugenehmigung für einen neuen Mobilfunkmast in weniger als drei Monaten zu erhalten. Dazu brauchen wir die Unterstützung der genehmigungspflichtigen Behörden.

In der Phase der Realisierung der Infrastruktur beginnt der eigentliche Bau. Neben der Beschaffung der für den Bau notwendigen Materialien werden weitere Genehmigungen, wie z. B für die Errichtung von Straßensperren oder Abwassereinleitungen, sowie die Stromversorgung des Mastes mit dem örtlichen Energieanbieter koordiniert. Oftmals erweist sich die Stromanbindung der teilweise weit von jeglicher Bebauung entfernt gelegenen Standorte als zusätzliche Herausforderung. Dabei sind wir auf die Unterstützung der Energieanbieter zur schnellen Umsetzung angewiesen.